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República del Ecuador
Republik Ecuador
Ecuadorianer
Nationalfeiertag: 10. August
Zeitzone: MEZ -6
Hauptstadt: Quito (1 444 400)
Ballungsraum: 1 660 000
Telefon-Vorwahl: +593
Kfz-Kennzeichen: EC
Mitgliedschaften: OAS, Uno
In aller Kürze:
DIPLOMATISCHE VERTRETUNGEN
Botschaft in Deutschland: Kaiser-Friedrich-Straße 90, D-10585 Berlin
t +49-30-238 62 17 f -34 78 71 26
E-Mail: kanzlei@botschaft-ecuador.org
GEOGRAFIE, BEVÖLKERUNG
Fläche: 272 045 km² Bevölkerung: 12,880 Mio. Flüchlinge:
1 957 In Städten leben 63 %, unter 15 J. sind 33 % der Bev. Bev.dichte:
47 Einw./km² Bev.wachstum: 1,49 % Fruchtbarkeitsrate: 2,9 Geb./Frau
Landessprachen: Spanisch, weitere Landessprachen Quechua, weitere indianische
Sprachen Religionen: 95 % Katholiken
Die größten Städte: Guayaquil, Quito, Cuenca, Machala
POLITISCHES SYSTEM
Unabhängig seit 1809. Republik seit 1830. Präsidialrepublik.
Einkammerparlament (Nationalkongress) mit 100 Sitzen.
Staats- und
Regierungschef: Lucio Gutiérrez (seit Januar 2003)
MILITÄR
Allg. Wehrpflicht: ja, 12 Monate Streitkräfte: 59 500 Personen Militärausgaben
(am BIP): 2,1 %
GESUNDHEIT, SOZIALES
Öffentliche Gesundheitsausgaben (am BIP): 1,2 % Öffentliche
Ausgaben für Altersversorgung (am BIP): 1,0 % (1997) Medizinische
Versorgung: 1,7/1000 Einw. Krankenhausbetten: 1,6/1000 Einw. Säuglingssterblichkeit:
24/1000 Geb. Müttersterblichkeit: 210/100 000 Geb. Kinderunterernährung:
15 % Kinderarbeit: 4 % Armutsrate: 20,2 % (1995) Frauenanteil an den Beschäftigten:
28,4 % Zugang zu sauberem Trinkwasser: 90 % / 75 % zu sanitären Anlagen:
92 % / 74 % HIV-Infektionsrate: 0,30 % Lebenserwartung: Männer 69
J., Frauen 72 J., Einschulungsquote: im Primarbereich 99 %, im Sekundarbereich
48 %, Analphabetenrate: Männer 7 %, Frauen 10 %,
WIRTSCHAFT
Währung: 1 US-Dollar (US$) = 100 Cents Kurs (Mitte 2003): 1 US$ =
0,85 € Wachstumsrate des BSP: 5,2 % BSP: 16,0 Mrd. US$ BSP/Kopf:
1240 US$ Anteil am BIP: Landwirdschaft 11 %, Industrie 33 %, Dienstleistungen
56 % Arbeitslosenquote: 11,5 % Inflationsrate: 37,7 % Einkommensteuer:
25 % Körperschaftsteuer: 25 % Leistungsbilanzsaldo: -800 Mio. US$
Auslandsschulden: 13,910 Mrd. US$ Schuldendienst (am BSP): 9,6 % Devisenreserven:
1 073 Mio. US$ Empf. Entwicklungshilfe: 171 Mio. US$
Landwirtschaft, Rohstoffe, Industrie
Nutzfläche: 10,9 %, von der Anbaufläche sind 28,8 % bewässert
bewässert Bewaldet: 106 000 km², Rodung (jährlich): 1372
km², Rohstoffe: Erdöl, Erdgas, Gold, Silber, Kupfer, Antimon,
Zink,
Außenwirtschaft
Handelsbilanzsaldo: -463 Mio. US$ Export: 4 862 Mio. US$ Hightech-Exporte:
25 Mio. US$ Import: 5 325 Mio. US$
VERKEHR Straßennetz: 43 197 km, davon 18,9 % befestigt Motorisierung:
46 Kfz/1000 Einw.,
Luftverkehr: Internationale Flughäfen:2
Schifffahrt: Die wichtigsten Seehäfen sind: Esmeraldas, Guayaquil,
Manta, Puerto Bolívar
Binnenschifffahrt: auf 1 500 km Flüssen und Kanälen möglich
KOMMUNIKATION
Auf 1000 Einw. kommen 413 Rundfunkgeräte, 225 Fernsehgeräte,
25,4 Internet-Zugänge
UMWELT, TOURISMUS
Geschützte Gebiete: 46,4 % der Landesfläche CO2-Emission: 23,3
Mio. t
Tourismus: 609 Tsd. Besucher Einnahmen: 430 Mio. US$ (2002)
Ecuador heißt schlicht und einfach "Äquator". Und
der läuft mitten durchs Land und übt am nördlich von Quito
gelegenen Äquatordenkmal seine besondere Zugkraft auf Besucher aus.
Ein Bein rechts, ein Bein links der legendären Linie - fertig ist
das klassische Ecuador-Bild. Das Ziel ist als Mitad del Mundo ("Mitte
der Welt") ausgewiesen und das Denkmal besteigbar. Rundherum haben
sich zahlreiche Souvenirshops niedergelassen und bieten alle erdenklichen
Variationen von Wollpullis und -jacken an - auch das typisch für
Ecuador. 
In der "Mitte der Welt" zeigt sich die Andenkulisse längst
nicht so spektakulär wie in der nahen Millionenhauptstadt Quito,
die sich auf einer Höhe von 2850 Metern im Schatten des grünen
4776-Meter-Vulkans Pichincha ausbreitet. Ein gewaltiges Häusermeer,
eingefasst in ein andines Hochbecken, das man am besten vom Hausberg Panecillo
aus einsieht - eine lohnende Auffahrt! Der Panecillo selbst wird von der
Virgen de Quito überragt, einem überdimensionalen Marienbildnis,
das seinen jungfräulichen Schutz über die Andenmetropole strahlt.
Das Äquatordenkmal in der Nähe von Quito
Besonders interessant an Quito ist nicht nur die Lage mit Dauerblick
auf die Anden, sondern auch das quirlige Gewirr von Menschen und Märkten
und die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärte koloniale Altstadt.
Diese geht - wie sollte es anders sein - auf die Spanier zurück,
die Quito, ehemalige Hauptstadt des nördlichen Inkareiches, 1533/34
unter Sebastián de Benalcazar und Diego de Almagro eroberten und
neu gründeten. Bereits 1534 trafen die ersten vier Franziskanerpadres
ein, auf die weitere Glaubensbrüder wie Mercedarier, Augustiner und
Jesuiten folgten und Quito zu einem wichtigen Ausgangspunkt der Indio-Missionierung
machten. Im Laufe der Zeit entstanden mehr als 30 Kirchen und Klöster
und brachten der ecuadorianischen Hauptstadt Beinamen wie "Kloster
Amerikas" und "barockes Juwel der Anden" ein. Später
gab's mit "Licht Amerikas" weiteren Namensschmuck. Der Grund:
1809 forderte Quito als erste lateinamerikanische Metropole die Unabhängigkeit
ein. Im Goldenen Konvent von San Agustín wurde am 10. August 1809
die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. Ohne durchschlagenden
Erfolg. Bis es 1822 endlich soweit war, sollten 13 weitere Jahre ins Land
ziehen. Allerdings hat man den ans Jahr 1809 erinnernden 10. August als
Nationalfeiertag beibehalten.

Sakrales Prunkstück Quitos ist die an der weit ausgreifenden Plaza
de San Francisco gelegene San-Francisco-Kirche. Im einstigen Franziskanerkloster
entwickelte sich - unter Anleitung der Mönche - eine bekannte Kunstschule,
in der die Indios ihre Talente in Malerei, Bildhauerei und Buchillustration
unter Beweis stellten.
Die Vielzahl der Kirchenbauten aus der Kolonialzeit machen die Hauptstadt
zu einem richtigen Freilichtmuseum. Mit üppig dekorierten Fassaden,
hinter denen Räume mit bunten Kirchenfenstern, kunstvollen Holzdecken
und überladenen barocken Altären stecken. Doch das ist längst
nicht alles in Quito. Auf den Straßen herrscht das pralle Leben,
überall sind fliegende Händler und Schuhputzerarmadas unterwegs,
die Fußgängerzone nahe der Plaza de la Independencia lädt
zum gemütlichen Bummel ein, Straßenstände quellen vor
Obst über. Gewarnt sei an dieser Stelle ausdrücklich vor Taschendieben,
die häufig im Team arbeiten - selbst Kinder und Großmütter
werden bei Ablenkungsmanövern eingesetzt! Was auf der anderen Seite
zeigt: Überall herrscht Not. Nicht umsonst gilt Ecuador als eines
der ärmsten Länder Lateinamerikas. Vielen Provinzbewohnern bleibt
nichts anderes übrig als die Landflucht. In Städten wie Quito
enden Indiofrauen - im günstigeren Fall - als Verkäuferinnen
von Plastikartikeln. Andere wiederum sehen keine andere Möglichkeit
als ihren eigenen Körper zu verkaufen.
Beliebte Ausflüge führen ab Quito zum samstäglichen Kunsthandwerkermarkt
nach Otavalo, in den Lederort Cotocachi und zur Laguna Cuicocha (traumhafter
Bergsee), zu den Lagunas de Mojanda (Kraterseen), zu den Baños
de Papallacta (Schwefelheilbäder), zum sonntäglichen Landwirtschaftsmarkt
von Sangolquí, zur Reserva Geobotánica Pululahua (Kraterlandschaften
mit Aussichtspunkt) sowie in den Parque Nacional Cotopaxi, benannt nach
dem gleichnamigen majestätischen 5897-Meter-Gipfel. Noch ein Stück
höher als dieser ragt der Chimborazo (6.310 Meter) empor, den man
von Riobamba aus erreicht. Ecuadors höchstes Massiv setzt sich aus
faszinierenden Gletschern und insgesamt fünf Gipfeln zusammen. Ein
Aufenthalt im beschaulichen Riobamba lässt sich gut mit Baños
kombinieren, das im Schatten des 5016-Meter-Vulkans Tungurahua liegt und
seiner Thermalwasser wegen bekannt ist. Bergwanderer können den Tungurahua
besteigen, empfehlenswerteste Monate sind Oktober bis Januar.

Ein Flug über das Küstenflachland bei Guayaquil
Wer in den Bergen bleiben will, wählt von Riobamba aus die Südroute
und erreicht auf dem Weg Richtung peruanischer Grenze weitere lohnenswerte
Ziele: die bei El Tambo gelegenen Ruinen der Inkastadt Ingapirca und die
geschichtsträchtige Kirchenstadt Cuenca, die ihrerseits als Sprungbrett
in den von Seen und Tälern geprägten Parque Nacional Cajas dient.
Ein weiteres lohnendes Naturschutzgebiet, der von Bergnebelwäldern
durchzogene Parque Nacional Podocarpus, ist ab Loja erreichbar. Im Nationalpark
leben zahlreiche Vogelarten wie Kolibris, Papageien und Tukane. Dass es
sich in Ecuador gut leben lässt, zeigt das südlich von Loja
gelegene Vilcabamba. Es ist bekannt geworden als "Ort der Langlebigen",
in dem es schon viele auf ein biblisches Alter von weit über 100
Jahren gebracht haben sollen. Begünstigende Faktoren sind die ganzjährig
konstanten Temperaturen um die 20° C, die Lage auf angenehmen 1500
Metern sowie eine unverbrauchte Höhenluft.

An der Costa, einem bis zu 160 km breiten Tiefland entlang der Küste,
liegt Ecuadors größte Stadt: Guayaquil, rund 1,5 Millionen
Einwohner stark. Sie breitet sich am Westufer des Guayas-Flusses auf,
ist Sitz des Erzbischofs und mehrerer Universitäten. Viele Menschen
finden in den Erdölraffinerien, der chemischen, Eisen- und Holzindustrie
Beschäftigung - und natürlich im Vorhafen Puerto Marítimo,
über den rund 90 % der ecuadorianischen Importe sowie die Hälfte
aller Exporte abgewickelt werden. Auch wenn Guayaquil bereits 1537 von
Francisco de Orellana gegründet wurde, sucht man das aus Quito bekannte
koloniale Flair vergeblich. 1942 erlitt die Stadt schwere Erdbebenschäden
und ist heute von so manch abstoßender Hochhausschneise durchzogen.
Von grüneren Seiten zeigt sich Guayaquil an der jüngst neu herausgeputzten
Uferstraße Malecón sowie im sehenswerten Botanischen Garten.
Flora und Fauna vereinen sich auf befremdliche Art im zentralen Parque
Bolívar, in dem Landleguane wie selbstverständlich über
die Wege kriechen. Apropos Bolívar: Dem bekannten Unabhängigkeitsstreiter
Simón Bolívar zu Ehren darf ein pompöses Denkmal vor
der Kathedrale nicht fehlen.
Weit im Norden von Guayaquil - Richtung Grenze zu Kolumbien und der Erdölstadt
Esmeraldas - liegen bekannte Strand- und Fischerdörfer wie Atacames,
Súa und Same. Wer schönere Strände sucht, sollte sich
auf die Gegend zwischen Portoviejo und Pedernales konzentrieren; Bahía
de Caráquez gilt als schönste Küstenstadt des Landes
und dient als Ausgangspunkt für Touren zu den Fregattvogelinseln
Islas Fregatas.
Ein gänzlich anderes Gepräge zeigt der Oriente, Kontinental-Ecuadors
dritte große Landschaftszone neben Costa (Küste) und Sierra
(Gebirgsland). Es ist das östliche Tiefland, das von tropischen Regenwäldern
bedeckt und in manchen Teilen kaum erschlossen ist. Flüsse wie der
Napo und der Pastaza münden in den bekannten Amazonas. Je nach Jahreszeit
sind die Verkehrswege in katastrophalem Zustand - eine einzige Schlammschlacht!
Kein Wunder, dass dieses amazonische Tiefland Ecuadors dünnstbesiedeltes
Gebiet formt. Ein Vorteil für Reisende mit Entdeckungshunger, die
z. B. ab Coca (auch bekannt als Puerto Francisco de Orellana) zu geführten
Expeditionen durch den Dschungel aufbrechen. Unverzichtbar ist das Boot,
mit dem man ab Coca Schutzgebiete wie den Parque Nacional Yasuní
erreicht. Individualtouristen zieht es auch nach Misahuallí, um
von dort aus Regenwaldtouren in Angriff zu nehmen; mehrere örtliche
Agenturen haben sich auf die Nachfrage eingestellt.


Rund 1000 Kilometer westlich der ecuadorianischen Küste stößt
man in eine der faszinierendsten Welten dieser Erde vor: die Galápagos-Inseln.
Der knapp 8.000 km² große Archipel setzt sich aus über
120 Inseln, Inselchen und Felsen zusammen, von denen gerade einmal ein
Viertel nennenswert sind. Galápagos wird von insgesamt 10.000 Menschen
bewohnt. "Hauptstadt" ist Puerto Baquerizo auf
der Isla San Cristóbal, das sich ebenso wie das auf
der Isla Santa Cruz gelegene Puerto Ayora als Ausgangspunkt für die
verschiedensten Törns eignet. Bei den persönlichen Tierentdeckungen
gilt es stets, auf den markierten Wegen zu bleiben. 
Die Galápagos-Inseln sind vor drei bis fünf Millionen Jahren
durch Vulkanausbrüche entstanden. Von vulkanischer Urgewalt zeugen
die spektakulären Lavalandschaften auf der Isla San Bartolomé,
Flora und Fauna sind überall einzigartig. Willkommen im Reich der
Riesenschildkröten und Albatrosse, der Meerechsen und Flamingos,
der Blaufußtölpel und Pinguine! Auch Pelikane, Seelöwen,
Reiher, Kormorane und Landleguane sind in reichen Zahlen vorhanden. Die
Darwinfinken und die 1961 in Puerto Ayora eröffnete Darwin-Forschungsstation
sind nach einem berühmten Besucher benannt, der sich Ende 1835 mit
dem Vermessungsschiff "Beagle" mehrere Wochen im Archipel aufhielt:
der britische Naturforscher Charles Darwin. Wer die Berichte des damals
26jährigen liest, mag sich über seine unkonventionellen Forschungsexperimente
wundern. Über seine "wissenschaftlichen" Begegnungen mit
den Meerechsen schreibt er: "Ich warf eine dieser Eidechsen mehrere
Male, so weit ich konnte, in einen tiefen, von der zurückgehenden
Flut gelassenen Tümpel; sie kehrte aber ausnahmslos in einer gerade
Linie nach dem Flecke zurück, wo ich stand."

Reiseinfos
Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen
Für die Einreise nach Ecuador ist der gültige Reisepass erforderlich,
in den bei der Ankunft die maximale Länge des Aufenthaltes gestempelt
wird. Diese beträgt 90 Tage. Bei Interesse an längeren Aufenthalten
sollte man darauf achten, dass dieses Touristenvisum beim gerade zuständigen
Beamten nicht auf "treinta días" (30 Tage) oder "sesenta
días" (60 Tage) begrenzt wird; am besten, man sagt direkt
"noventa días" (90 Tage).

Klima und Reisezeit Kontinental-Ecuador gliedert sich in die drei großen
Klimazonen Costa (Küste), Sierra (andine Gebirge) und Selva (amazonischer
Regenwald). Auch wenn man von einem ganzjährig bereisbaren Land ausgehen
kann - was auch für die Galápagos-Inseln zutrifft -, so gilt
es doch zwischen regenreichen und regenarmen Jahreszeiten zu unterscheiden.
Trockenste Monate sind Juni bis September, während zwischen Dezember
und April die stärksten Regengüsse in der Selva niedergehen.
Beliebteste Reisemonate für die Galápagos-Inseln sind Juli,
August und Dezember.

Geld
Offizielle Währung und Zahlungsmittel ist der US-Dollar, mit dem
man sich in bar und in Form von Reiseschecks eindecken sollte. In Großbanken
lassen sich die Dollar-Reiseschecks problemlos wechseln. Am besten, man
stockt seine Finanzen in größeren Städten auf und lässt
sich am besten auch US-Dollar in kleiner Stückelung geben. Gängige
Kreditkarten wie Visa und MasterCard erfreuen sich zunehmender Akzeptanz.
Gewarnt sei überall vor Taschendiebstählen; Geldgürtel
und Brustbeutel tun gute Dienste, Wertgegenstände sollte man - so
es sich um ein vertrauenswürdiges Hotel handelt - in den Safe geben.
Medizinische Versorgung / Gesundheit
Ecuador verfügt über durchweg gut ausgestattete Apotheken (farmacias),
die viele Medikamente (auch Antibiotika) rezeptfrei abgeben. In fast jeder
kleinen Stadt findet man eine öffentliche Poliklinik, wobei man nicht
auf moderne Behandlungsapparate hoffen darf. Am besten, man begibt sich
in die Hände einer Privatklinik in Quito.
Vor Reiseantritt ist der Abschluss einer Auslands-Krankenversicherung
anzuraten, die den Rücktransport im Notfall garantiert und Arzt-
bzw. Krankenhauskosten übernimmt. Auch ein Gesundheitscheck beim
Hausarzt sollte der Reise vorangehen, denn bereits in der Hauptstadt Quito
geht es auf eine Höhe von annähernd 3000 Metern hinauf. Die
mit Schwindel-, Müdigkeits- und Übelkeitsgefühlen einhergehende
Höhenkrankheit darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern
sollte sich ein bis zwei Tage Eingewöhnungsphase gönnen, sich
mäßig schnell bewegen und ganz auf alkoholische Getränke
und Zigaretten verzichten.
Über aktuelle Impfbestimmungen, die sich immer wieder ändern
können, geben die diplomatischen Vertretungen Aufschluss. Grundsätzlich
anzuraten ist, den Schutz gegen Polio, Diphtherie, Gelbfieber und Tetanus
zu überprüfen und ggf. auffrischen zu lassen.

Lage: Im nordwestlichen Südamerika. Im Norden und Nordosten stößt
Ecuador an Kolumbien, im Osten und Süden an Peru, im gesamten Westen
an den Pazifischen Ozean. Pazifik-einwärts, rund 1000 km vor der
Küste Ecuadors, liegen die Galápagos-Inseln.
Fläche: 270.696 km², was ungefähr der achtfachen Größe
der Schweiz entspricht und Ecuador zur kleinsten Andenrepublik macht.
Höchste Erhebung: Chimborazo (6.310 Meter).
Staat: Präsidiale Republik, Staatsoberhaupt ist der Präsident.
Name: República del Ecuador.
Hauptstadt: Quito.
Bevölkerung: Rund 12,5 Mill. Einwohner, von denen etwa je 40 % auf
Indios und Mestizen entfallen. Der Rest der Bevölkerung setzt sich
aus Weißen (rund 10 %) sowie Schwarzen und Mulatten zusammen. Die
Landflucht ist ungebrochen hoch. In den drei größten ecuadorianischen
Städten (Guayaquil, Quito, Cuenca) leben rund 60 % der gesamten Landesbevölkerung;
das am dünnsten besiedelte Gebiet ist das tropische Selva-Tiefland.
Rund 90 % der Bevölkerung bekennen sich zum Katholizismus. Im Laufe
der Zeit sind Hunderttausende von Ecuadorianern in die USA und nach Europa
(vor allem: Spanien) ausgewandert.
Sprachen: Spanisch, unter den indigenen Sierra-Bewohnern ist noch Quechua
(auch: Quichua) verbreitet.
Verkehr: Internationale Hauptflughäfen sind Quito und Guayaquil,
die mehrmals täglich Verbindungen untereinander unterhalten. Weitere
nationale Flughäfen in Cuenca, Esmeraldas, Loja, Manta und San Cristóbal
(Galápagos-Inseln). Wichtigstes Verkehrsmittel innerhalb Ecuadors
ist der Bus; in großen Städten Terminals für die Überlandbusse.
Ein auch von europäischen Kreuzfahrtschiffen angelaufener Hochseehafen
ist Guayaquil.
Wirtschaft: Ecuador ist ein bedeutendes Erdöl förderndes Land
und verfügt über weitere Bodenschätze wie Gold, Eisen-
und Kupfererz. Der Humboldtstrom bringt reiche Fischgründe hervor,
so dass in den Küstengebieten Fischfang und Fischverarbeitung großen
Raum einnehmen (Zentrum: Manta); beim Export spielt die Krabbenzucht eine
wichtige Rolle.
Außer Erdöl ist die Banane Hauptausfuhrprodukt, unterliegt
jedoch gleichermaßen den Preisschwankungen auf dem Weltmarkt.
Mit der Ausfuhr von Blumen (vor allem Rosen) hat sich Ecuador neue Märkte
erschlossen. 
Die Faktoren der exakt gleichen Tag- und Nachtzeiten (12 Stunden), sowie
annähernd gleichbleibende Temperaturen um die 20 Grad Celsius in
den Höhenlagen um 1200 -1500 m bieten, vor allem für die Rosenproduktion
die weltweit besten Voraussetzungen.
Zu den agrarischen Hauptanbauprodukten zählen Kaffee, Zuckerrohr,
Kakao, Kartoffeln, Getreide sowie verschiedene Gemüse- und Obstsorten
(z. B. Papayas). In der Viehzucht dominieren Rinder, Schafe und Schweine;
in ländlichen Gebieten werden nach wie vor Esel und Lamas als Lasttiere
eingesetzt. Wichtige Industriezweige sind Metall- und Chemieindustrie.
Tourismus: Pro Jahr rund 500.000 Besucher, darunter ca. 20.000 aus Deutschland.

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