Insgesamt
verzeichnet der Gesamtmarkt für Blumen und
Zierpflanzen ein geringes aber kontinuierliches Wachstum
von rund einem halben Prozent
pro Jahr. Unter Gesamtmarkt ist sowohl
der private Verbrauch als auch
die Ausgaben öffentlicher und gewerblicher
Konsumenten zu verstehen.
Vor allem die Bereiche Stauden, Beet-
und Balkonpflanzen und blühende
Zimmerpflanzen sind in den vergangenen
Jahren ständig leicht gewachsen. Bis 2003 sanken dagegen die Ausgaben
im Segment Schnittblumen, das sich
jedoch inzwischen bei rund drei Milliarden Euro zu
Einzelhandelspreisen stabilisiert hat. Schnittblumen sind
mit einem Anteil von 35 Prozent jedoch weiterhin das mit
Abstand größte
Segment des Marktes für Blumen und Zierpflanzen,
der sich auf insgesamt rund 8,4 Milliarden
Euro zu Einzelhandelspreisen beläuft. Auf Zimmerpflanzen und Beet-
und Balkonpflanzen entfallen
jeweils rund 22 Prozent der Ausgaben. Das Marktvolumen
beläuft
sich dabei jeweils auf rund 1,9 Milliarden Euro zu
Einzelhandelspreisen. Den Staudenmarkt schätzt
die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle der deutschen
Agrarwirtschaft (ZMP) derzeit auf rund 390 Millio nen
Euro. Das Marktvolumen hat sich bei Stauden in
den vergangenen zehn Jah ren nahezu verdoppelt.
Das Marktvolumen für Gehölze beläuft
sich insgesamt auf mehr als 1,3 Milliarden Euro und
hat sich damit trotz deutlicher Schwankungen in den
vergangenen Jahren gegenüber der
Warenstromanalyse 1999/2000 kaum verändert. AUF
UND AB BEI BEET- UND BALKONPFLANZEN
Deutliche
Schwankungen wies der Markt für Beet-
und Balkonpflanzen in den vergangenen zwei Jahren
auf. In den zurückliegenden zehn Jahren lag das Marktwachstum
in diesem Seg ment bei durchschnittlich plus ein bis
plus zwei Prozent pro Jahr. 2003 ist
der Bereich durchweg sehr stark angestiegen
und wuchs rund viermal so stark wie im langfristigen Durchschnitt.
Das Folgejahr 2004 war hingegen witterungs- und konjunkturbedingt
ein eher leicht unterdurchschnittliches Jahr, die Umsätze
des Jahres 2002 wurden nur leicht übertroffen. Im direkten
Anschluss an das sehr gute Jahr 2003 war ein schlechtes
Jahr jedoch denkbar un günstig und „überschwemmte" den
Markt mit Ware, so dass die Erzeugerpreise sehr deutlich
nachgegeben ha ben und dennoch
viel Ware nicht abge setzt werden konnte.
Auch das Jahr 2005 fing
aufgrund der Witterungslage im März sehr schlecht an, inzwischen
hat sich das Geschäft mit Beet- und Balkonpflanzen
etwas normalisiert.
[Richard Niehues (rni), Zentrale
Markt- und Preisberichtstelle (ZMP), Bonn]
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