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Warm und hell wollen sie stehen
Saison für Weihnachtssterne
In der Adventszeit sind Weihnachtssterne die meist gekauften
Zimmerpflanzen. Mittlerweile wachsen sie in den verschiedensten Farben wie cremeweiß
und apricot oder rotweiß gesprenkelt. Finden Sie blaue, handelt es sich
allerdings um Betrug an der Natur, denn hier hat Kunstfarbe nachgeholfen. Allen
Anstrengungen zum Trotz bleiben die leuchtend roten Weihnachtssterne mit ihren
dunkelgrünen Blättern die absoluten Favoriten.
Auf die richtige Umgebung kommt es an
Manche Blumenverkäufer stellen die Pflanzen oft im
Freien auf, um die Kunden mit den leuchtenden Blüten zu locken. Für
die Pflanzen selbst kann das mitunter ziemlich ungemütlich werden, denn
sie lieben es, ihrer Heimat entsprechend warm zu stehen. Tragen Sie ihre Pflanze
in Papier gewickelt auf kürzestem Wege nach Hause und gönnen sie ihr
einige Stunden eine Übergangstemperatur. Dann wird der endgültige
warme Standort als wohltuend und nicht als Schock empfunden. Neben Wärme
lieben Weihnachtsterne einen hellen Platz am Fenster oder wenigstens in Fensternähe.

Gießen: nicht zu viel und nicht zu wenig
Beim Gießen kann man allerdings einiges falsch machen. Sie müssen
sehr aufmerksam sein, dass Sie weder zu viel (niemals Wasser im Untersetzer
stehen lassen) noch zu wenig gießen. Um festzustellen, ob eine Pflanze
zu trocken steht, tippt man mit dem Zeigefinger auf die Topferde. Bleibt der
Finger völlig sauber, kann die Pflanze etwas Wasser vertragen. Um den Ansprüchen
des Weihnachtsterns völlig zu genügen, nehmen Sie zum Gießen
zimmerwarmes Wasser. Besieht man es genauer, ist die Pflege nicht sehr schwierig.
Bis zum März behält der Weihnachtsstern seine Blütenpracht.
Blume der Heiligen Nacht
Weihnachtssterne stammen aus Mexiko und blühen auch dort zur Weihnachtszeit.
Die Azteken kultivieren diese Pflanze bereits seit dem 14. Jahrhundert. Eine
Sage erzählt, dass das Tiefrot der Blätter vom Blut einer Göttin
stammt, die an gebrochenem Herzen starb. In ihrer Heimat gelangt die Pflanze
zu einer stattlichen Höhe und ist verbreitet wie bei uns der Rosenstrauch.
In Mexiko trägt der Weihnachtsstern den poetischen Namen "Flores de
Noche Buena", Blume der Heiligen Nacht.
Vorsicht: leicht giftig!
Der Weihnachtsstern gehört zur Gattung der Wolfsmilchgewächse und
besitzt einen typischen weißlichen Milchsaft. Alle Organe der Pflanze,
insbesondere der Milchsaft, sind giftig. Der Milchsaft führt zu Reizerscheinungen
an Haut und Schleimhäuten, er kann ebenfalls allergische Reaktionen hervorrufen.
Wer Pflanzenteile anknabbert, muss mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Brechreiz
rechnen. Vor allem bei Haustieren sollte daher aufgepasst werden. Vereinzelt
sind schwerwiegende Verläufe bekannt geworden.
Erste Hilfe:
Reichlich trinken, gegebenenfalls Arzt aufsuchen.
Informationen erhalten Sie auch bei der Giftinformationszentrale der Universität Bonn oder beim Giftnotruf Berlin.
So bringen Sie Weihnachtssterne über das Jahr
Die weithin leuchtenden Blüten sind botanisch gesehen Hochblätter,
in deren Mitte die eigentlichen kleinen, gelben Blüten sitzen. Das müsste
den Blumenfreund nicht weiter interessieren, wenn es nicht der Grund wäre,
warum man Weihnachtssterne im folgenden Jahr so schwer zu alter Schönheit
bringt.
Abschneiden
Schneiden Sie die Hochblätter nach der Blüte ab und stellen Sie die
Pflanze im Frühjahr nach draußen in den Garten oder auf den Balkon.
Dort kommt sie ziemlich pflegeleicht über den Sommer und wächst meist
sogar ein ganzes Stück.
Abdunkeln
Soll die Pflanze termingerecht zu Weihnachten erneut ihre wunderschönen
farbigen Blätter zeigen, müssen Sie sie im Dunkeln halten. Acht Wochen
vor Weihnachten darf der Stern nicht mehr als zehn Stunden täglich Licht
bekommen. Auch Dämmer- und Lampenlicht würden den Versuch verderben.
Nehmen Sie also einen größeren Karton oder Eimer und stülpen
ihn über die Pflanze, so dass sie 14 Stunden in völliger Dunkelheit
verbringt. Zugegeben, um durchzuhalten, brauchen Sie schon etwas Sportsgeist.
Und so ist es nicht verwunderlich, warum Gärtner und Blumenhändler
alle Jahre wieder Paletten über Paletten voller Weihnachtssterne verkaufen.